MEHR ERFAHREN?

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Neu hier? Das sind Marie und Sascha.

Ich liebe dich – deshalb schreie ich dich an

Stell dir vor, du lädst jemanden zu dir nach Hause ein. Vielleicht einen Nachbarn oder irgendeinen flüchtigen Bekannten. Würdest du diese Person anschreien und anmotzen, weil du dich über ein völlig anderes Thema ärgerst? Ein Thema, mit dem die andere Person gar nichts zu tun hat?

…Nein?

Wir auch nicht. Aber auf der anderen Seite können wir das wunderbar bei den Menschen mit denen wir zusammenleben. Bei den Menschen, die uns am nächsten sind. Wir sind gefrustet wegen irgendeines Themas, irgendeiner Situation oder irgendwas, das nicht so geklappt hat, wie wir uns das vorgestellt haben. Und genau in dem Moment läuft uns der andere Mensch über den Weg und bekommt es ab. Es ist nicht immer direkt eine Wutrede, aber eine schnippische Antwort hier oder ein kleines Abwürgen da, ein böser Blick, eine gereizte Bewegung…


Warum reagieren wir gegenüber geliebten Menschen so?

Aus welchem Grund würden wir niemals mit einem Fremden so sprechen, aber mit den Menschen, die uns nahe stehen? Da müssen ganz seltsame Verhaltensmuster ablaufen. Wenn wir in so einer Situation stecken (meistens in der Entschuldigungsphase 🙂 ) fällt sogar oft der Satz: „Ich erwarte eben mehr von dir als von anderen!“

Ist das so? Ist das vielleicht der Grund? Haben wir an unsere Liebsten ganz andere Ansprüche? Müssen sie uns in jeder Laune ertragen können, müssen sie unsere Gedanken lesen können? Dürfen wir sie deshalb weniger wertschätzend behandeln als völlig Fremde, die uns nichts bedeuten?

Wir wissen: Wut ist immer versteckte Angst. Wenn du dich über etwas ärgerst und wütend wirst, dann hast du vor irgendetwas Angst. Du wirst wütend, weil du im Verkehr feststeckst und zu spät zu deinem Termin sein wirst? Dann hast du vielleicht Angst davor, dass andere dich für unzuverlässig halten. Oder davor, dass du dein Geschäft nicht abschließen kannst, du damit dein Ansehen oder deine Finanzen gefährdest. Wenn wir ernsthaft auf die Suche gehen, finden wir immer Angst vor etwas, als Auslöser von Wut.

Es gibt also nur eine Lösung:

  1. Finde heraus, was für eine Angst hinter deiner Wut steckt und sprich lieber über deine Sorgen und Bedenken, als rumzupöbeln.

  2. Entscheide dich, wie du sein willst. Was für ein Partner oder ein Ehepartner willst du sein? Was für eine Führungskraft willst du sein? Was für ein Vater, was für eine Mutter? Wir haben uns beispielsweise dazu entschieden, dass wir uns – egal in welch aufgeladener Situation wir uns befinden – niemals im Ton vergreifen. Wir wollen nie abfällig mit dem anderen sprechen. Wir finden, das steht uns nicht. Seitdem wir gelernt haben, dass der Auslöser unserer miesen Laune in uns selbst ist, gelingt uns das immer besser. 

  3. Sei Teilnehmer und Beobachter der Situation zugleich. Das bedeutet, du bist zum einen handelnder Akteur in der Situation, aber zum anderen beobachtest du dich auch dabei. Du nimmst eine Art Vogelperspektive ein und gleichst dein Verhalten ab mit dem Bild, wie du dir vorgenommen hast zu sein. Auf diese Weise kannst du, mit etwas Übung, dein Verhalten steuern, noch bevor du es an den Tag gelegt hast.

Wie ist deine Strategie?

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